Wochenende in Irbid
Vor zwei Wochen war ich Freitag und Samstag in Irbid und Umgebung. Irbid liegt 1 Stunde Busfahrt fuer 1,2 JD noerdlich von Amman entfernt. Bekannt ist sie vor allem wegen ihrer zahlreichen Universitaeten und deswegen auch einer eher liberalen muslimischen Bevoelkerung.
Angekommen in Irbid sind wir von den drei Freiwilligen des EMS in der dortigen integrativen Schule fuer Blinde und Sehbehinderte abgeholt worden. Den Nachmittag haben wir dann in deren eigenen Wohnung verbracht, haben gut miteinander gegessen und vor allem vom Stress der Schulwoche an der TSS erholt. Anderes war auch gar nicht moeglich, wenn man Anfang Oktober nochmal unter Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad Celsius bei Windstille leiden muss. Wir haben die christliche Gastfamilie der drei Freiwilligen im Stockwerk darueber besucht, die sich sehr nett um die drei kuemmert, aber auch ihr Beweglichkeit sehr einschraenkt. Sie duerfen nicht alleine in die Stadt und werden auf der Strecke Schule-Wohnung, die sie alleine gehen duerfen, schon bei leichter Verspaetung angerufen.
Am Abend sind wir dann alle zusammen mit Taxis zur grossen Stadtmeile gefahren, wo wir in ein Cafe mit Lifemusik gegangen sind. Dies war uebrigens der erste Abend, den die drei weiblichen Freiwilligen aus Irbid ausserhalb der Wohnung verbringen durften.
Auch habe ich waehrend des abendlichen Fastenbrechens, als wir eine der wenige Leute auf der Strasse waren, Strassenkinder gesehen, die geraucht und sogar zu schnueffeln schienen.
Meine naechtliche Unterkunft war natuerlich etwas komplizierter, schliesslich duerfen hier unter keinen umstaenden unverheiratete Maenner und Frauen in der gleichen Wohnung uebernachten. Also wurden Johannes und ich beim mit der Gastfamilie verwandten anglikanischen Pfarrer untergebracht, der auch die integrative Blindeneinrichtung gegruendet hat. Immerhin waren wir somit von Anfang an in der Schule, die wir am naechsten Tag kennenlernen wollten.
Das Erscheinungsbild der Schule hat mich beeindruckt. Obwohl sie kein Geld von der anglikanischen Kirche bekommt und auch keine permanenten Spendengelder von einer Partnereinrichtung im Ausland erhaelt, leistet sie viel Arbeit. Sie soll angeblich die einzige Einrichtung im Nahen Osten sein, in der Blinde und Sehbehinderte in den Schulunterricht integriert sind. Im Moment hat die Schule, die bis zur 3. Klasse momentan nur gehen kann, und der dazugehoerige Kindergarten, 80 Kinder aufgenommen. Davon sind 20 Blinde und Sehbehinderte. Ich habe den Englischunterricht der 2. Klasse besuchen koennen. Waehrend die einen vorne mit der wirklich guten Lehrerin die englische Aussprache geuebt haben, sind hinten im Raum an einem Extratische vier blinde Kinder von einer ebenfalls blinden Lehrerin und einer weiteren Lehrkraft in der englische Braille-Schrift unterrichtet worden. Danach haben wir noch an einem Kindergeburtstagsparty im Kindergarten teilgenommen, ehe wir mit dem anglikanischen Pfarrer Samir, der auch deutsch spricht, durch die Schule gefuehrt worden sind. Ich war erstaunt zu welchen Anschaffungen fuer die Blinden wie spezielle Computerprogramme aber auch Schulgelaendegestaltungs-massnahmen trotz Geldmangels im Stande ist.
Nachmittags sind wir EMS-Freiwilligen dann mit einem Minibus in den nordwestlichen Zipfel Jordaniens nach Umm Quais gefahren, um dort die Ruinen von Gedera zu besichtigen, dass eine aehnliche Geschichte und damit Erscheinungsbild wie Jerash aufweist. Zwar sind die Ruinen nicht so eindrucksvoll wie in Jerash, dafuer ist die Lage um so schoener. Man kann den See Genezareth und die Golanhoehen auf der anderen Seite des Tals sehen.
Trotz Gips am linken Bein konnte ich fast alles besichtigen. Nur das Amphittheater wollte ich dann doch nicht von oben betrachten.
Die Rueckfahrt nach Amman haben wir dann Abends nach dem Fastenbrechen angetreten, da wir am Sonntag noch zum Toten Meer wollten.
Kindergeburtstag

Ankunft in Umm Quais

Ruinen von Umm Quais

Saeulen entlang der ehemaligen Hauptstrasse von Gedera

Blick auf die Golanhoehen und den See Genezareth

Angekommen in Irbid sind wir von den drei Freiwilligen des EMS in der dortigen integrativen Schule fuer Blinde und Sehbehinderte abgeholt worden. Den Nachmittag haben wir dann in deren eigenen Wohnung verbracht, haben gut miteinander gegessen und vor allem vom Stress der Schulwoche an der TSS erholt. Anderes war auch gar nicht moeglich, wenn man Anfang Oktober nochmal unter Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad Celsius bei Windstille leiden muss. Wir haben die christliche Gastfamilie der drei Freiwilligen im Stockwerk darueber besucht, die sich sehr nett um die drei kuemmert, aber auch ihr Beweglichkeit sehr einschraenkt. Sie duerfen nicht alleine in die Stadt und werden auf der Strecke Schule-Wohnung, die sie alleine gehen duerfen, schon bei leichter Verspaetung angerufen.
Am Abend sind wir dann alle zusammen mit Taxis zur grossen Stadtmeile gefahren, wo wir in ein Cafe mit Lifemusik gegangen sind. Dies war uebrigens der erste Abend, den die drei weiblichen Freiwilligen aus Irbid ausserhalb der Wohnung verbringen durften.
Auch habe ich waehrend des abendlichen Fastenbrechens, als wir eine der wenige Leute auf der Strasse waren, Strassenkinder gesehen, die geraucht und sogar zu schnueffeln schienen.
Meine naechtliche Unterkunft war natuerlich etwas komplizierter, schliesslich duerfen hier unter keinen umstaenden unverheiratete Maenner und Frauen in der gleichen Wohnung uebernachten. Also wurden Johannes und ich beim mit der Gastfamilie verwandten anglikanischen Pfarrer untergebracht, der auch die integrative Blindeneinrichtung gegruendet hat. Immerhin waren wir somit von Anfang an in der Schule, die wir am naechsten Tag kennenlernen wollten.
Das Erscheinungsbild der Schule hat mich beeindruckt. Obwohl sie kein Geld von der anglikanischen Kirche bekommt und auch keine permanenten Spendengelder von einer Partnereinrichtung im Ausland erhaelt, leistet sie viel Arbeit. Sie soll angeblich die einzige Einrichtung im Nahen Osten sein, in der Blinde und Sehbehinderte in den Schulunterricht integriert sind. Im Moment hat die Schule, die bis zur 3. Klasse momentan nur gehen kann, und der dazugehoerige Kindergarten, 80 Kinder aufgenommen. Davon sind 20 Blinde und Sehbehinderte. Ich habe den Englischunterricht der 2. Klasse besuchen koennen. Waehrend die einen vorne mit der wirklich guten Lehrerin die englische Aussprache geuebt haben, sind hinten im Raum an einem Extratische vier blinde Kinder von einer ebenfalls blinden Lehrerin und einer weiteren Lehrkraft in der englische Braille-Schrift unterrichtet worden. Danach haben wir noch an einem Kindergeburtstagsparty im Kindergarten teilgenommen, ehe wir mit dem anglikanischen Pfarrer Samir, der auch deutsch spricht, durch die Schule gefuehrt worden sind. Ich war erstaunt zu welchen Anschaffungen fuer die Blinden wie spezielle Computerprogramme aber auch Schulgelaendegestaltungs-massnahmen trotz Geldmangels im Stande ist.
Nachmittags sind wir EMS-Freiwilligen dann mit einem Minibus in den nordwestlichen Zipfel Jordaniens nach Umm Quais gefahren, um dort die Ruinen von Gedera zu besichtigen, dass eine aehnliche Geschichte und damit Erscheinungsbild wie Jerash aufweist. Zwar sind die Ruinen nicht so eindrucksvoll wie in Jerash, dafuer ist die Lage um so schoener. Man kann den See Genezareth und die Golanhoehen auf der anderen Seite des Tals sehen.
Trotz Gips am linken Bein konnte ich fast alles besichtigen. Nur das Amphittheater wollte ich dann doch nicht von oben betrachten.
Die Rueckfahrt nach Amman haben wir dann Abends nach dem Fastenbrechen angetreten, da wir am Sonntag noch zum Toten Meer wollten.
Kindergeburtstag

Ankunft in Umm Quais

Ruinen von Umm Quais

Saeulen entlang der ehemaligen Hauptstrasse von Gedera

Blick auf die Golanhoehen und den See Genezareth

matze.knecht - 13. Okt, 12:03
