Freitag, 25. Mai 2007

Bildergallerie

An einer Hand von Bildern werde ich euch nun von den Ereignissen der letzten Wochen erzaehlen.
Wie schon im letzten Rundbrief erzaehlt, habe ich Anfang Mai ein Wochenende in der wilden jordanischen Natur verbracht. Hier nun ein paar Eindruecke, wenn auch die spektakulaeren Bilder ihr erst in Deutschland zu sehen bekommt, da ich die Kamera oft lieber wasserdicht verpackt aufbewahrt hatte.

Unser erster Schlafplatz zwischen Felsen
Unser erster Schlafplatz zwischen den Felsen

Einer der vielen heissen Quellen im Wadi Hesa, diesmal in Form eines Wasserfalls. An der roten Farbe an der Felswand erkennt man den hohen Eisengehalt des Wasser. Toll schmeckt heissen eisenhaltiges Wasser nicht, aber oft waren sie die einzigen Trinkwasserquellen
heisser Wasserfall

Das Wadi Hesa ist einfach traumhaft schoen. In der Mitte der blaue Fluss mit sehr warmen Wasser, daneben graue Steinbaenke, anschliessend die gruene Tropenvegetation mit den rosa Blueten und wo es keine Quellen mehr gibt, beginnen die steilen brauen Haenge zum Hochplateau
Wadi Hesa

Wadi Hesa

Wadi Hesa

Von den gewaltigen Schluchten am Unterlauf des Wadi Hesa zeige ich Bilder von meinen Mitfreiwilligen erst in Deutschland.

Seit kurzem haben wir Freiwilligen ein Katzenbaby in unserer Obhut. Mein Jungs haben sie gefunden und gemeinsam mit ihnen habe ich ihr das Ohr mit einer Pinzette gereinigt, das mit riesengrossen Zecken und Wuermer gefuellt war. Jetzt wird sie von uns aufgepeppelt und huepft in unserer Kueche umher.
Unsere Katze, getauft auf den Namen Nimer, auf deutsch Tiger

Katze-2

Letztes Wochenende bin ich in einer toten Stadt gewesen. Tot weil alles noch dasteht, da sie komplett von Palast bis zum einfachen Wohnhaus aus Basaltstein gebaut ist, der im Gegensatz zu Lehm die Jahrtausende ueberdauert.
Umm al Jimal

Eine der fuenfzehn Kirchen, deren Ruinen man dort finden kann

In den naechsten zwei Bilder erkennt man wie die Daecher konstruiert wurden. Grosse lange Basaltplatte wurden auf Stuetzen, die aus der Wandmauer herausragen, aufgelegt und wenn der Raum gross war mit einem Bogen in der Mitte des Raumes nochmal abgestuetzt
Dachstuetzen

Raum von Innen

Am Tag danach war das grosse Schulfest angesagt, im Anschluss danach soll nur noch fuer die Jahresabschlusspruefungen, die Anfang Juni beginnen, gelernt werden. Das Sportprogramm ist gestrichen worden, es gibt ein Kino und Fernsehen mehr und auch keine woechentlichen Schuelerversammlungen. In der Theorie...
Im Nachhinein haben wir erfahren, dass dies auch unser Verabschiedungsfest von den Jungs gewesen sein sollte.

Zu Beginn gab einen einen Mini-Marathon, der nochmal gezeigt hat, dass selbst die besten Fussballer absolut keine Kondition haben. Einer meiner Siebtklaessler hat es aber immerhin auf den 4. Platz bei 90 Teilnehmer geschafft und sich gegen viele Groessere durchgesetzt. Dann wurden die Drachen steigen gelassen, die in Unmengen in der Woche dafuer gebaut worden sind. Ich habe mit meinen Jungs einen Drachen fuer die Family gebastelt, der einen Adler als Motiv hat. Jede Wohngruppe der TSS hat neben einer Zahl auch noch einen Namen. Wir sind die Hoffnung-Familie, deshalb wurde von einer Innenarchitektin vier Bilder mit einem Tier passend zum Familiennamen in jeder Family aufgehaengt. Wir haben halt den Adler bekommen.
Familyrdrachen

Familyrdrachen-2

Drachenfestival

Zum Abschluss wurde im Innenhof des Internats bei droehnender arabischer Musik gegrillt und gespielt.
Barbecue

Drei-Jungs

Alle-Jungs

Nun ist die erste Woche ohne Arbeit vorbei. Die Jungs messen der Englisch- und Deutschpruefung einen sehr geringen Wert bei. Dementsprechend lerne ich jetzt taeglich drei Stunden Arabisch waehrend der Studytime. In der Spielzeit spiele ich Fussball oder ein Spiel mit fuenf Kisselsteinen oder bringe ein paar Jungs das Lied "Die Affen rasen durch den Wald" bei. Die Jungs werden nervoeser und aggressiver, dennoch ist die Stimmung zu den Jungs gut. Katharinas Schwester ist nun nach drei Monaten aus dem Zimmer ihrer Schwester ausgezogen, da sie von ihrer Arbeit eine Wohnung nun bezahlt bekommt. Heute ist Independance Day. Nichts ist los, die Strassen sind leer, die Verwaltung hat zu, so dass ich die fuer heute geplanten Unibewerbungen aufschieben muss. Dafuer ist ab morgen der paedagogische Berater der TSS fuer zwei Wochen in Deutschland und wir haben vormittags immer sein Buero zur Verfuegung. Drei Wochen vor Arbeitsende feile ich auch kraeftig an meinen Abschlussreferenz, die wir uns selbst schreiben muessen. Ich hab mich fuer Englisch als Sprache entschieden, weil das glaubwuerdiger ist, aber es kostet mich auch mehr Zeit.
Gestern habe ich nochmal zwei Hausbesuche in Salt gemacht und bin immer noch voll vom vielen Essen. Naechste Woche gehts nach Jerash.

Wenn die Pruefungen in einer Woche beginnen, werde ich kaum noch Zeit haben. Die Jungs sind nur zwei Stunden in der Schule ergo habe ich nur zwei Stunden Freizeit pro Tag. Daher werde ich mich wohl erst wieder nach Schuljahrsende melden.

Bis dann und herzliche Gruesse

Euer Matthias

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