Der Fruehling ist vorbei...
Gestern war der abschliessende Schulausflug der schon zweiten Umweltwoche der TSS in diesem Jahr. Es ging zum koeniglichen botanischen Garten, nichts davon gesehen, dafuer aber mal einen Blick auf den wichtigsten Stausee Jordaniens geworfen. 10 Minuten waren wir im Garten auf einer Dachterasse, ein Mensch hat was erzaehlt, aber nur wenige haben zugehoert. Dann sind wir mit dem Bus weiter gefahren. Praktisch auf die andere Seite des Sees, was aber aber wegen fehlender Bruecke, Baustellen und Pannen ungefaehr anderhalb Stunden gedauert hat. Alles nicht so schlimm, wenn bei uns im Bus nicht die Klimaanlage ausgefallen waere und der Sommer sich zum ersten Mal angekuendigt haette. Eingegangen sind jedenfalls alle. Immerhin hat die Hitze im Bus das Herumtollen der Jungs im Bus unterbunden. Angekommen im Naturreservat Debbien, durften die Jungs erstmal ihr ganzes Taschengeld fuers Reiten ausgeben, dann gab es Mittagessen und ehe wir etwas mehr vom Reservat gesehen hatten, haben wir uns schon wieder auf den Rueckweg gemacht, diesmal mit Klimaanlage. Alles in allen kein berauschender Abschluss der Umweltwoche. Ich habe in der Umweltwoche mit Katharina zum Thema Wasser und zum Thema Luft Experimente fuer die 4. bis 6. Klasse angeboten. Mit wenigen Ausnahmen, waren die meisten auch daran interessiert zu erfahren, warum sie so verblueffende Beobachtungen machen konnten.
Die Umweltwoche hat praktisch nahtlos an den Urlaub mit meinen Eltern angesetzt, aus dem ich weniger erholt gekommen bin, da ich meine Eltern erst nach Mitternacht zum Flughafen gefahren habe. Insgesamt waren sie zwei Wochen da und es war eine schoene Zeit. Die erste Woche waren wir in und Amman und in und um Damaskus in Syrien. Man konnte sehr gut den Unterschied zwischen einer alten orienalischen und historischen Stadt und den krebsartigen Auswueschen eines gerade mal 100 Jahre alten Tscherkessen-Dorfes erkennen. Dann haben wir uns mit Evi und ihren Eltern, die auch gerade zu Besuch da waren fuer eine Woche zusammengeschlossen und sind, zwar in zwei verschiedenen Fahrzeugen, gemeinsam an den gleichen Orten gewesen und manchmal sogar gemeinsam Programm gemacht. Den ersten Tag sind wir nach Mietung eines Leihwagen, dessen Marke (?irgendetwas amerikanische?) wir nie rausgefunden haben, den ehemaligen Koenigs-(Handels)weg abgefahren. Wir waren auf den Mount Nebo, in Madaba, auf den Ruinen der Herodesburg Muchaerus, sind durch den Grand Canyons Jordanien, den Wadi Mujib gefahren und wollten eigentlich noch die Kreuzritterburg in Karak anschauen, haben aber bei zu Viel Sand in der Luft und wegen Verspaetung darauf verzichtet. Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir im Dana Nature Reserve angekommen, wo wir ueber die Nacht und bis zum Nachmittag geblieben und gewandert sind. Am Sonntagmorgen haben wir eine kleine Osterandacht gefeiert und neben ei hat sich Achim noch als Archaeologe betaetigt. Am Nachmittag waren wir auf der Kreuzritterburg in Schobak. Ich bin mit Evi zu einer unterirdischen Quelle im inneren des Berges im Dunkeln abgestiegen. Angekommen, musste ich enttaeuscht feststellen, dass man dort ueber eine 5 meter hohen Schacht am Fusse der Burg schon wieder raus konnte. In Petra, habe ich mit meinen Eltern fast die gleichen Sachen wie im Herbst angeschaut und sind dann nach zwei Tage weiter nach Wadi Rum gefahren. Dort war alles ein bisschen komisch, weil unser Camp und unser Auto nicht dem gleichen Bedouinen gehoert haben, was dann erst definitv war, als wir am naechsten Morgen ein wenig mehr bezahlen sollten. Dennoch wars wieder super schoen, dort zu sein. Bevor wir zurueck nach Amman gefahren sind, haben den Tag noch zur Erhohlung am Strand verbracht und die Aussicht ueber das Rote Meer zum Sinai vom Liegestuhl genossen. Den letzten Tagen sind wir erst ins Jordantal gefahren, um die ungefaehre Stelle zu finden, an der Jakob mit Gott gerungen haben soll und um mal auf einen Tell zu steigen, von dem man mal die endlosen Gewaechshaeuser im Jordantal ueberblicken kann. Vorbei an endlos vielen, am Strassenrand picknickenden Jordaniern sind wir zur Taufstelle Jesu gefahren. Mitten im militaerischen Sperrgebiert gelegen und dunkle Gewitterwolken herum, schien die Stimmung apokaliptisch zu sein. Man schaute auf eine menschenleere israelische Taufstelle Jesu und der Pfarrer eine srilankische Christenreisegruppe begann unvermittelt in den Jordan (ein Rinnsaal!) zu huepfen um zu taufen. Der weit und breit einzig anwesend jordanische Soldat hat sich darauf beschraenkt, die anderen zurueckzuhalten. Anschliessend waren wir Baden im Toten Meer. Ueberall um uns herum hat es gestuermt und geregnet, so dass das Tote Meer lebendig hohe Wellen hatte. Mein erstes Bad im Toten Meer war unfreiwillig, ich wurde von einer Welle umgeschmissen und haben mir zig mal an irgendwelchen unter der Wasseroberflaeche liegenden Steinbrocken mir was geprellt oder Schnittwunden zugefuegt. Also bin ich raus und alles hat gebrannt. Wir haben gerade noch ein wenig Wasser bei den Duschen bekommen, ehe das Suesswasser leer war. So sind wir ein wenig versalzen, zur christlichen Hochburg Fuheis gefahren um den letzten gemeinsamen Abend in einem empfohlenen Restaurant zu verbringen. Ehe ich sie zum Flughafen gefahren haben und mitten in der Nacht an der TSS angekommen bin. Am naechsten Morgen war ich noch in Fuheis, um das Auto zu bringen und war dann eigentlich platt, aber dann begann schon die Umweltwoche...
Heute habe ich nun einen weiteren Schritt getan, um meinen Plan, den letzten Monat von Mitte Juni an im Libanon zu verbringen, zu verwirklichen. Bisher hat weder der EMS-Nahostreferent, noch der TSS-Direktor und der Schneller-Verein-Vorsitzender Vorbehalte geaeussert und so habe ich nun mal beim Direktor der Johann-Ludwig-Schneller-Schule angefragt. Ich bin optimistisch, dass das jetzt alles so klappt...
So, das war fuers erste. Ich melde mich demnaechst nochmal. Vielleicht um von einer mehrtaegigen Wadi-Wanderung zu berichten koennen.
Liebe Gruesse
Euer Matthias
Die Umweltwoche hat praktisch nahtlos an den Urlaub mit meinen Eltern angesetzt, aus dem ich weniger erholt gekommen bin, da ich meine Eltern erst nach Mitternacht zum Flughafen gefahren habe. Insgesamt waren sie zwei Wochen da und es war eine schoene Zeit. Die erste Woche waren wir in und Amman und in und um Damaskus in Syrien. Man konnte sehr gut den Unterschied zwischen einer alten orienalischen und historischen Stadt und den krebsartigen Auswueschen eines gerade mal 100 Jahre alten Tscherkessen-Dorfes erkennen. Dann haben wir uns mit Evi und ihren Eltern, die auch gerade zu Besuch da waren fuer eine Woche zusammengeschlossen und sind, zwar in zwei verschiedenen Fahrzeugen, gemeinsam an den gleichen Orten gewesen und manchmal sogar gemeinsam Programm gemacht. Den ersten Tag sind wir nach Mietung eines Leihwagen, dessen Marke (?irgendetwas amerikanische?) wir nie rausgefunden haben, den ehemaligen Koenigs-(Handels)weg abgefahren. Wir waren auf den Mount Nebo, in Madaba, auf den Ruinen der Herodesburg Muchaerus, sind durch den Grand Canyons Jordanien, den Wadi Mujib gefahren und wollten eigentlich noch die Kreuzritterburg in Karak anschauen, haben aber bei zu Viel Sand in der Luft und wegen Verspaetung darauf verzichtet. Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir im Dana Nature Reserve angekommen, wo wir ueber die Nacht und bis zum Nachmittag geblieben und gewandert sind. Am Sonntagmorgen haben wir eine kleine Osterandacht gefeiert und neben ei hat sich Achim noch als Archaeologe betaetigt. Am Nachmittag waren wir auf der Kreuzritterburg in Schobak. Ich bin mit Evi zu einer unterirdischen Quelle im inneren des Berges im Dunkeln abgestiegen. Angekommen, musste ich enttaeuscht feststellen, dass man dort ueber eine 5 meter hohen Schacht am Fusse der Burg schon wieder raus konnte. In Petra, habe ich mit meinen Eltern fast die gleichen Sachen wie im Herbst angeschaut und sind dann nach zwei Tage weiter nach Wadi Rum gefahren. Dort war alles ein bisschen komisch, weil unser Camp und unser Auto nicht dem gleichen Bedouinen gehoert haben, was dann erst definitv war, als wir am naechsten Morgen ein wenig mehr bezahlen sollten. Dennoch wars wieder super schoen, dort zu sein. Bevor wir zurueck nach Amman gefahren sind, haben den Tag noch zur Erhohlung am Strand verbracht und die Aussicht ueber das Rote Meer zum Sinai vom Liegestuhl genossen. Den letzten Tagen sind wir erst ins Jordantal gefahren, um die ungefaehre Stelle zu finden, an der Jakob mit Gott gerungen haben soll und um mal auf einen Tell zu steigen, von dem man mal die endlosen Gewaechshaeuser im Jordantal ueberblicken kann. Vorbei an endlos vielen, am Strassenrand picknickenden Jordaniern sind wir zur Taufstelle Jesu gefahren. Mitten im militaerischen Sperrgebiert gelegen und dunkle Gewitterwolken herum, schien die Stimmung apokaliptisch zu sein. Man schaute auf eine menschenleere israelische Taufstelle Jesu und der Pfarrer eine srilankische Christenreisegruppe begann unvermittelt in den Jordan (ein Rinnsaal!) zu huepfen um zu taufen. Der weit und breit einzig anwesend jordanische Soldat hat sich darauf beschraenkt, die anderen zurueckzuhalten. Anschliessend waren wir Baden im Toten Meer. Ueberall um uns herum hat es gestuermt und geregnet, so dass das Tote Meer lebendig hohe Wellen hatte. Mein erstes Bad im Toten Meer war unfreiwillig, ich wurde von einer Welle umgeschmissen und haben mir zig mal an irgendwelchen unter der Wasseroberflaeche liegenden Steinbrocken mir was geprellt oder Schnittwunden zugefuegt. Also bin ich raus und alles hat gebrannt. Wir haben gerade noch ein wenig Wasser bei den Duschen bekommen, ehe das Suesswasser leer war. So sind wir ein wenig versalzen, zur christlichen Hochburg Fuheis gefahren um den letzten gemeinsamen Abend in einem empfohlenen Restaurant zu verbringen. Ehe ich sie zum Flughafen gefahren haben und mitten in der Nacht an der TSS angekommen bin. Am naechsten Morgen war ich noch in Fuheis, um das Auto zu bringen und war dann eigentlich platt, aber dann begann schon die Umweltwoche...
Heute habe ich nun einen weiteren Schritt getan, um meinen Plan, den letzten Monat von Mitte Juni an im Libanon zu verbringen, zu verwirklichen. Bisher hat weder der EMS-Nahostreferent, noch der TSS-Direktor und der Schneller-Verein-Vorsitzender Vorbehalte geaeussert und so habe ich nun mal beim Direktor der Johann-Ludwig-Schneller-Schule angefragt. Ich bin optimistisch, dass das jetzt alles so klappt...
So, das war fuers erste. Ich melde mich demnaechst nochmal. Vielleicht um von einer mehrtaegigen Wadi-Wanderung zu berichten koennen.
Liebe Gruesse
Euer Matthias
matze.knecht - 23. Apr, 11:42
