Donnerstag, 28. September 2006

1. Rundbrief

Mein laengst fertiggestellter 1. Rundbrief muesste nun in den naechsten Tagen bei euch in den Briefkaesten landen. Das Abschicken hat sich durch Immobilitaet wegen meines Baenderrisses etwas verzoegert.

Ansonsten und ohne linkes Bein gehts mir echt super. Die Arbeit mit den Jungs aus meiner Familie laeuft und macht mir viel viel Spass. Ich lerne ausserdem fleissig Arabisch.
Mein Konzept basiert auf drei Teilen. Vokabeln bekomme ich von den Jungs. Verben lerne ich mit Hilfe eines Anhangs aus Johannes' Arabischlernbuch, dass man leider nur in Jerusalem kaufen kann. Die sonstige Grammatik lese ich mir hin und wieder ebenfalls in diesem Buch durch und mache mir dazu Notizen.
Dazu kommt, dass ich mit den Leuten und Sitten nach und nach warm werde oder arrangiere.

Dazu wurde kurzfristig das erste laengere Wochenende angesetzt. Das heisst ab heute morgen bis Montag morgen ist frei. Ich werde morgen fuer zwei Tage nach Irbid im Norden Jordaniens reisen um dort die anderen Freiwilligen des EMS im Nahen Osten zu besuchen und die eine oder andere touristische Attraktion ansehen. Am Sonntagabend gehe ich vielleicht zum Erntedankgottesdienst am Toten Meer der kleinen evangelischen deutschen Kirchengemeinde von Amman, vorrausgesetzt wir Freiwilligen bekommen eine Mitfahrgelegenheit. Mit Baden wirds bei mir wohl leider nichts.

Inzwischen steht der Kontakt zu einigen Deutschen, die sich in Jordanien aufhalten. Das Wochenende vor meinem Baenderriss begann unter anderem mit einer Abschiedparty fuer zwei deutsche Polizisten der deutschen Botschaft, zu der wir eingeladen waren, weil sie und ein paar andere Deutsche von der Botschaft und von der GTZ mit uns einmal in der Woche seit Beginn der Schule an der TSS Beachvolleyball spielen. Am naechsten Tag haben wir die Pfarrerin der deutschen ev. Kirchengemeinde von Amman kennengelernt, sie ist aber eigentlich noch Vikarin. Mit ihr, dem neuen Probst der EKD fuer das Heilige Land, der zu Besuch aus Jerusalem gekommen war, und den zwei Archaeologen des Deutschen Ev. Instituts fuer Arachaeologie der Ammaner Zweigstelle von der Zentrale in Jerusalem haben wir im Garten des Instituts Kuchen gegessen. Der Probst kam am Samstag dann auch nochmal an der Schneller-Schule vorbei. Ausserdem haben wir nachmittags wieder Beachvolleyball gespielt. Am Sonntag sind wir dann quer durch Amman zum Besuch des Einfuehrungsgottesdienst des Probst gefahren und anschliessend zum Gemeindeabend wieder ins Institut, um dort noch einen Vortrag des Probstes ueber "Toleranz aus Glauben" zu hoeren. Ein wahrlich deutsches Wochenende...

Viele herzliche Gruesse nach Deutschland

Euer Matthias


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